Rechnung ohne MWST – richtig gemacht

Wer weniger als CHF 100’000 Umsatz macht, ist in der Regel von der MWST befreit. Genau dann darf auf der Rechnung auch keine MWST stehen.

Rechnungs-Check: Fehlt etwas auf deiner Rechnung?

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Wer stellt Rechnungen ohne MWST?

Unternehmen mit einem Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen im In- und Ausland unter CHF 100’000 sind von der Steuerpflicht befreit (Art. 10 Abs. 2 lit. a MWSTG). Für nicht gewinnstrebige, ehrenamtlich geführte Sport- und Kulturvereine sowie gemeinnützige Institutionen gilt CHF 250’000. Ausserdem gibt es von der Steuer ausgenommene Leistungen (Art. 21 MWSTG, z.B. Heilbehandlungen, Bildung, Wohnungsmiete) – auch dafür wird keine MWST verrechnet.

Achtung: MWST nie «einfach so» ausweisen

Weist du auf einer Rechnung MWST aus, obwohl du nicht im MWST-Register eingetragen bist, schuldest du den Betrag trotzdem der ESTV (Art. 27 Abs. 2 MWSTG). Gleichzeitig darf dein Kunde ihn nicht als Vorsteuer abziehen. Also: Kein Steuersatz, kein Steuerbetrag, keine «MWST-Nummer».

Mögliche Formulierung

«Nicht mehrwertsteuerpflichtig.» oder «Der Rechnungsbetrag enthält keine Mehrwertsteuer (Umsatz unter der Grenze gemäss Art. 10 MWSTG).»

Der Hinweis ist nicht vorgeschrieben, vermeidet aber Rückfragen von Geschäftskunden.

Was sonst auf die Rechnung gehört

Name und Adresse, Kunde, Datum, Rechnungsnummer, Leistung und Zeitraum, Betrag in CHF, Zahlungsfrist und QR-Zahlteil. Details: Pflichtangaben-Checkliste.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die verlinkten amtlichen Quellen.

Häufige Fragen

Ich überschreite im Lauf des Jahres CHF 100’000 – was nun?

Die Steuerpflicht beginnt grundsätzlich nach Ablauf des Geschäftsjahres, in dem die Grenze erreicht wurde. Melde dich innert 30 Tagen bei der ESTV an (Art. 66 MWSTG). Bei neuen Tätigkeiten, die die Grenze voraussichtlich in den ersten 12 Monaten erreichen, beginnt sie sofort.

Kann ich mich freiwillig unterstellen?

Ja (Art. 11 MWSTG). Das lohnt sich, wenn du vor allem für MWST-pflichtige Firmen arbeitest und hohe Vorsteuern hast.